Im ALBUM der heutigen Ausgabe der Tageszeitung DER STANDARD fand sich ein interessanter Artikel der Filmemacherin, Zeichnerin und Bloggerin Andrea Maria Dusl, der sich mit der handverlesenen Schar bloggender Politikern beschäftigt. Allzu repräsentativ geht es in dieser Rundschau jedoch nicht zu. Nach den Blogs von Peter Pilz, Marie Ringler, einem grünen Sammelblog, dem Online-Tagebuch des Bürgerlichen Reinhold Lopatka (dieses traue ich mich nicht anzusteuern, weil mir dabei jedes Mal mein Apple absäuft??!) war es mit den heimischen Polit-Bloggern auch schon wieder vorbei.
Aber da sind Dusl genau jene Beispiele durch die Lappen gegangen, auf die der Titel ihrer Geschichte „Weblogs haben kurze Beine“ ja eigentlich zugeschnitten gewesen wäre. Die Blogs von BZÖ und FPÖ nämlich. Ich hab zu diesen Blogs hier oder hier ja bereits mal was gesagt. Bin ja nicht unbedingt der Meinung, dass die herzeigbar sind um jeden Preis. Über die eine oder andere süffisante Anmerkung dazu hätte ich mich trotzdem gefreut.
Was der Artikel jedoch – nicht zuletzt durch die Beispiele aus Polen oder Frankreich – deutlich macht, ist, dass Weblogs in der politischen Kommunikation zurecht eine immer wichtiger werdende Rolle spielen. Und es kann dem politischen System eines Landes wie Österreich nur gut tun, wenn Volksvertreter zumindest auf virtuellen Pfaden dem offenen und unmittelbaren Dialog zu frönen beginnen.

