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Samstag, 26. August 06

Politiker-Blogs in Österreich: DER STANDARD mit lückenhafter Rundschau

Im ALBUM der heutigen Ausgabe der Tageszeitung DER STANDARD fand sich ein interessanter Artikel der Filmemacherin, Zeichnerin und Bloggerin Andrea Maria Dusl, der sich mit der handverlesenen Schar bloggender Politikern beschäftigt. Allzu repräsentativ geht es in dieser Rundschau jedoch nicht zu. Nach den Blogs von Peter Pilz, Marie Ringler, einem grünen Sammelblog, dem Online-Tagebuch des Bürgerlichen Reinhold Lopatka (dieses traue ich mich nicht anzusteuern, weil mir dabei jedes Mal mein Apple absäuft??!) war es mit den heimischen Polit-Bloggern auch schon wieder vorbei.

Aber da sind Dusl genau jene Beispiele durch die Lappen gegangen, auf die der Titel ihrer Geschichte „Weblogs haben kurze Beine“ ja eigentlich zugeschnitten gewesen wäre. Die Blogs von BZÖ und FPÖ nämlich. Ich hab zu diesen Blogs hier oder hier ja bereits mal was gesagt. Bin ja nicht unbedingt der Meinung, dass die herzeigbar sind um jeden Preis. Über die eine oder andere süffisante Anmerkung dazu hätte ich mich trotzdem gefreut.

Was der Artikel jedoch – nicht zuletzt durch die Beispiele aus Polen oder Frankreich – deutlich macht, ist, dass Weblogs in der politischen Kommunikation zurecht eine immer wichtiger werdende Rolle spielen. Und es kann dem politischen System eines Landes wie Österreich nur gut tun, wenn Volksvertreter zumindest auf virtuellen Pfaden dem offenen und unmittelbaren Dialog zu frönen beginnen.

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Kommentare


La Dusl kann gut schreiben, ich habe das soeben gelesen. Aber es interessiert die Menschen nicht. Die Politikverdrossenheit der letzten Reste der Intelligenzia - und ich weiss, wovon ich spreche - läßt sich mit Pseudo - Blogs dieses Contents nicht mehr beheben. Darf ich provozieren? Ich lese gelegentlich Ed Wohlfahrt oder sogar Zuckerwatte (schönes neues Design) ... aber sicher nichts aus der vermeintlichen Blogosphere der öst Innenpolitik. Wie verzweifelt muss der STANDARD schon sein, weil die Fellners jetzt doch ... alles Gute an Ed.

Pseudo-Blogs... Hm. Ich denke, dass nicht alle Blogs österreichischer Politiker in diese Sparte fallen. Viele sind natürlich von der Sorte "wir müssen das auch machen", wobei die Betonung ganz klar auf "müssen" liegt. Aber auch redliches Bemühen ist darunter. Ich finds gut wenn Politiker bloggen weil es einen zur Selbstreflexion und zum Nachdenken zwingt.

Hi Ed,

wer hie und da emotional reagiert, gießt das Kind sicher mit dem Bade aus - und unzulässige Verallgemeinerungen sind sicher nicht okay. Ich stimme zu, dass es positiv zu sehen ist, wenn Politiker bloggen, sofern ein echter Dialog versucht wird. Danke für die Formulierung "redliches Bemühen": Ich glaube, DARAUF kommt es (auch) an ....

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  • Mag. Ed Wohlfahrt ist selbstständiger PR-Berater in Klagenfurt (Österreich), ehemaliger Obmann des Vereins der Kärntner Freunde des Internets sowie Mitveranstalter der BarCamps Kärnten 2007, 2008 und 2009.

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