Gerade auch im Spitzensport ist die Reputation von unschätzbarem Wert. Mit Argusaugen werden Medien online und offline auf relavante Inhalte und Meinungen durchforstet. Und dann passiert - wie im Falle Floyd Landis' - der Super-GAU. Man erinnert sich: Tour de Fance 2006, Testosteronpflaster, Gesamtsieg und Aberkennung des Gesamtsieges. Das Fazit: Irreperabler Imageschaden für den Profiradsport, enormer Schaden für die Tour de France und last but not least: Eine Katastrophe für den Rennfahrer und eines seiner kostbarsten Güter, seine Reputation. Man stelle sich vor: Als Sieger der Tour de France stehen einem Fahrer alle Türen offen. Im nächsten Moment ist er als schwarzes Schaf abgestempelt und niemand will mehr mit ihm arbeiten.
Und was tut der Sportler? Er schlägt zurück, lässt nichts unversucht, seine Unschuld zu beweisen und erhöht die Schlagzahl zusätlich durch ein Blog, in dem er "seine" Geschichte erzählt.
Das Google-Ranking jedenfalls spricht eine ziemlich eindeutige Sprache. Floyd Landis ist top. Er bringt seine Message an die Zielgruppe. Also jenen Personenkreis, der, so wie ich heute, "Floyd Landis" auf Google eintippt. Das machen ziemlich sicher von Zeit zu Zeit auch Sportjournalisten. Auch auf Technorati zeigt sich ein ähnliches Bild. Das heißt, Floyd Landis (er wartet derzeit auf seinen Dopingprozess) ist zurück. Nein falsch: Er ist zumindest immer noch da. Nicht in der defensiven Versenkung, nein. Er ist immer noch dazu in der Lage - nicht zuletzt via Blog - seine subjektive Sicht der Dinge unter die Leute zu bringen. Ob Landis seinen verbitterten und trotzigen Kampf um seine Online Reputation gewinnen wird, wird letztlich auch davon abhängen, ob er von den Gerichten rehabilitiert wird. Vielleicht steht dann anderenfalls auf seinem Blog: "Ja, Ich habe gedopt" "Ja, ich habe mich erwischen lassen" und "Ja, ich gebe es zu".
Einführungstext zum Thema: Download onlineReputation.pdf
Technorati-Tags: Floyd, onlinereputation, Reputation

