Sehe da bei Hannes Treichl bzw. bei Neville Hobson gerade mal wieder was Interessantes. Im Rahmen einer Studie befragte das britische Unternehmen LoudHouse 300 Unternehmer über ihren Umgang mit bzw. ihre Meinung über Corporate Blogs und kommt zum Schluss, dass sich Blogs immer stärker zu einem "credible tool (...) in generating business opportunities" entwickeln. Ich kann diese Aussage übrigens nur doppelt und dreifach unterstreichen. Mit einem Blog ist es so wie mit einem Ofen. Ich muss zuerst Holz (viel Zeit, Gedanken, etc.) reinstecken, bevor es mir Wärme (Feedback, neue Ideen, Community, Einladungen, Interviews, div. Chancen) spendet. Hier die Grafik, die sich mit der Frage beschäftigt warum gebloggt wird.
Ich muss das Pferd hier aber wieder einmal klassisch von hinten aufzäumen. Ich habe heute um 14.00 Uhr einen Termin. Ich werde einen CEO treffen, der auf mich zugekommen ist und sich überlegt, selbst mit dem Bloggen zu beginnen. Ja und wenn ich dann die Frage lese "Was bringt ein Business-Blog?" verwandelt sich diese Frage in meinem Kopf automatisch in "Was bringt es mir, Business-Blogs zu lesen?".
Und die Antwort darauf lautet schlicht und ergreifend (diese Floskel ist geklaut) "unendlich viel!" Warum? Weil mir das Lesen anderer Blogs mitunter den entscheidenden Wissens- und damit Wettbewerbsvorteil liefern kann. Weil Blogs aktuelle Information zu bestimmten Themen liefern, die vom großen Rest der Medienwelt (egal ob online oder offline) erst Tage später aufgegeriffen werden (können). Weil mir Blogs Gedanken, subjektive Sichtweisen und mehr noch, soziales Kapital in die Hand geben, das ich wiederum online und offline an andere weitergeben, also teilen, sprich verwenden kann. Hoffentlich fällt mir all das ein, wenn ich wieder mal schief angesehen bzw. gefragt werde "Pfoah! So viel Zeit investiertst du ins Bloggen. Bringt es das wirklich?"


