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Dienstag, 15. Januar 08

Barack Obama: Shootingstar nicht nur in Sachen Social Media

Envolvement von der ersten Sekunde an. Man ist noch gar nicht auf der offiziellen Wahlkampfseite, schon taucht dieser Banner auf.

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Zwei, drei Klicks später ist man schon Teil des "Movement for Change". Ja, so schnell kann es gehen. Die Seite selbst präsentiert sich sehr aufgeräumt und - nona! - fokussiert extrem auf den Kandidaten.

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Social Media technisch zieht der 45-jährige Senator aus Illinois alle Register. Egal ob es um die Einbindung der Fotoplattform flickr.com geht - hier hat Obama selbstverständlich seinen eigenen Stream mit derzeit über 13.000 Bildern - oder das exzellent gelöste Barack-TV das über den Media-Button erreicht werden kann. Dass der Download-Bereich der Seite mehr drauf hat als einige Bilder ist klar.

Widget_2 Obama serviert den Besuchern hier Poster ebenso wie verschiedenste Buddy-Icons (die man natürlich auf 1-2-3 am eigenen Blog einbinden kann), die aktuellen Kampagnenfotos und -videos und, ganz interessant, eine Reihe von Widgets, kleinen Helferlein also, die man ebenso einfach auf Blogs, private Homepages und natürlich auch auf  seine MySpace Seite verpflanzen kann. Diese Helferlein haben es wahrlich in sich! Werden sie auf die eigene private Seite übernommen, können sie von Baracks Online-Team mit den neuesten News und Video-Inhalten der Kampagne bespielt werden. Alle die sich diese kleinen online-Programme auf ihre Seiten holen, symbolisieren damit nicht nur die Verbundenheit für den Kandidaten, sondern räumen ihm darüber hinaus Plakatflächen auf der eigenen Seite ein, die vom Campaign-Headquater aus bequem und je nach Bedarf mit knack-frischen Inhalten befüllt weden kann. Das schafft maximale Breite, bringt kommunikative Schlagkraft und beschleunigt das schnelle Medium Internet nochmals zusätzlich. Ziemlich genial!

Bild_5 Dass der Kandidat ein hoch-kommentiertes Blog sei Eigen nennt versteht sich natürlich von selbst. Das Engangement der Kampagne im neuen Internet geht aber weit darüber hinaus. So ist der Kandidat nicht nur auf Flickr und LinkedIN (einer der wichtigsten Social Networking-Plattformen im angloamerikanischen Raum) vertreten sondern nebenbei auch auf MySpace, Facebook, YouTube und Blackplanet. Für die meisten dieser online Präsentationen gilt, dass die Kampagne sehr stark auf Video-Botschaften setzt. Besondes schön zunutze macht sich die Kampangne aber auch noch ein anderes Tool. Das Mobiltelefon. Und das ist mehr als  intelligent, will man eine junge, urbane Klientel erreichen bzw. für Politik erst einmal sensibilisieren (in den USA ist die Mobilisierung übrigens ein besonders wichtiges Thema für die Kandidaten) Auf der Homepage geht dies denkbar einfach. Neben Handy-Wallpapern und Ringtones kann man sich hier auch für Politikthemen eintragen, die einen besonders interessieren. Ein SMS (was sonst?!) an Barack mit dem Inhalt "IRAQ" liefert maßgeschneiderte Botschaften an den Politikkonsumenten und liefert damit vor allem eines: konkreten Nutzen.

Für mich zeigt Obama auf seiner Homepage derzeit alles, was eine Kandidatensite in Sachen Social Media und Web 2.0 überhaupt können kann. Das online Engagement läuft nicht bloß beiläufig mit, sondern ist in dieser Form ein zentrales und eigenständiges Standbein der Kampagne. Die Wahlbewegung des Kandidaten zielt aber nicht nur auf die eigene Seite ab, sondern dringt (zB. durch die Widgets) auch an die Plätze im Netz vor, an denen sich die Nutzer sowieso aufhalten (MySpace, Facebook, YouTube, Google, etc.). Das macht Sinn und schafft maximale Breite. Von mir bekommt die Seite 10 von 10 Muffins.

Dieser Beitrag zum Ausdrucken: Download ed_wohlfahrt_c_barack_obama.pdf

Kommentare

Ja, die Seite vom Obama ist mordsmässig fesch.. ist mir schon vor ein paar Wochen untergekommen. "Thumbs up" vom Grafiker *g*

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Ed Wohlfahrt

  • Mag. Ed Wohlfahrt ist selbstständiger PR-Berater in Klagenfurt (Österreich), ehemaliger Obmann des Vereins der Kärntner Freunde des Internets sowie Mitveranstalter der BarCamps Kärnten 2007, 2008 und 2009.

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