Durch die US-Klatschpresse geistert gerade das Gerücht, Nina Garcia, die Mode-Hohepriesterin der renommierten Modepostille Elle wäre hinausgeworfen worden. Mein Gott, soll vorkommen. Interessant ist an der Sache ist, dass die nicht weniger renommierte Agentur Rubenstein Public Relations für Garcia spricht. Als nun in den online Gossiping-Foren das Gerücht auftauchte, Rubenstein PR würde im Namen seiner Celebrity-Kundin Mitarbeiter einsetzen, die auf verschiedenen US-Blogs under cover für sie posten, griff dies Shel Holtz hier auf. Mit dem Resultat, dass sich wenig später dieser Kommentar bei ihm einstellte. Nicht von irgend einem Mitarbeiter, nein! Vom Boss höchst persönlich. Sauber gemacht. Was steht das?
Our company policy - which everyone here signs - is to ID who you are and who you work for when posting a comment online (...). When we post, we believe in full transparency because it’s both the right thing to do and it’s good business. Steven Rubenstein / Rubenstein Associates
Wir lernen: Rubenstein betreibt eMonitoring und dieses funktioniert. Es dauerte nicht einmal einen Tag bis auf das Blogpost eine Antwort eintraf. Geantwortet wurde nicht von einem "Schmiedl" wie wir in Österreich salopp sagen würden, sondern vom Schmied, dem Boss selbst. Drittens offenbart uns Steve Rubenstein sein Verständnis von Offenheit und Transparenz, wenn er seine MitarbeiterInnen offenbar sogar unterschreiben (!) lässt, dass sie, wenn sie posten, sagen MÜSSEN, wer sie sind und für wen sie arbeiten. Das finde ich einigermaßen geschickt, dies bei der Unterfertigung des Dienstvertrages gleich mit hineinzupacken. Um sich als PR-Agentur vor derlei Dingen zu schützen ist eine Blog-Policy meiner Einschätzung nach äußerst ratsam. Auch in PR-Agenturen soll es ja vorkommen, dass Dinge in bester Absicht aber dennoch komplett daneben bzw. nicht von der Führung abgesegnet passieren. Gut, wenn man sich dann als Chef hinstellen und sagen kann, diese Fake-Kommentare können gar nicht von uns sein, denn wir haben dafür verbindliche Regeln. Oder sagen wir es so: Es gibt meiner Meinung nach ein wesentlich besseres und professionelleres Bild ab.
Nachschlag: Ehrensache, dass Holtz die schnelle Reaktikon von Steven Rubenstein dazu veranlasste, hier nochmals in Sachen Garcia & Rubenstein PR Stellung zu nehmen. Diesmal positiv.
Noch etwas in Sachen "Macht der Blogs": Meine Suche nach "rubenstein pr" lieferte auf google.com folgendes Ergebnis. Der Rubenstein-kritische Blogpost rangiert im Suchergebnis derzeit auf Platz 3, direkt unter dem offiziellen online-Zuhause der Agentur.
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