Heute Vormittag bekam ich wieder Mal Post von der ÖVP. Persönlich adressiert, alles korrekt. Sie landete in der Rundablage nachdem ich sie eine Sekunde lang überflogen hatte. Jetzt nach dem Mittagessen schaue ich mit schnell mal bei Facebook rein und siehe da, Helge hat ein Video gepostet, das ich mir gleich mal ansehe. Die 5.24 Min habe ich immer... Gut dass ich mich hinterfrage während ich mich hinterfrage. Damit kann man einige Fragestellungen vorweg nehmen. Und zwar: Warum wandert ein Brief in die Rundablage und warum gucke ich mir an, was Herr Chorherr zum Thema Demokratiepolitik zu sagen hat? Die Antwort zum Brief: Weil er mich nicht interessiert, weil er unpersönlich ist und unpersönliche Botschaften enthält. Die Antwort zum Video: Weil es mir empfohlen wurde, weil es mir gerade "reinpasst", weil es mich mit meinen Bedürfnissen (Stichwort: Mediennutzungsverhalten) perfekt abholt und mir zudem einen Politiker näher bringt, mit dem ich auf Wunsch gleich auch interagieren kann. Via sein Blog, via Kommentarfunktion auf YouTube oder via Kommentarfunktion auf Facebook. Ich lerne: Mein persönliches Umfeld, Menschen die ich kenne, mit denen ich lose über das Netz in Verbindung stehe (Emanuel Rosen's "weak ties" lassen grüßen") mutieren zu entscheidenden Filtern bzw. Gatekeepern. So wie der Chefsekretär, der Chefin den Rücken freihält, in dem sie eben nicht jeden durchlässt...

